
Jedes Jahr bietet der Handel mehr Produkte für die perfekte Halloween-Party. Auf der einen Seite sind da die „gruseligen“ Lebensmittel, auf der anderen die Dekomaterialien.
Letztere finde ich besonders „gruselig“ – nicht, weil sie wirklich zum Fürchten wären (da findet man in den USA in Halloween-Popup-Stores ganz andere Sachen), sondern weil das Zeug dann ein ganzes Jahr rumliegt oder nach der Party gleich in den Müll wandert.
Ich verweigere mich dieses Jahr dem Halloween-Shopping-Wahn weitgehend. Statt selbst zu dekorieren, sind wir auf eine Halloween-Party ohne Kostümzwang eingeladen. Und statt die Wohnung mit künstlichen Spinnweben, Plastikfingern, Skeletten und rotglühenden Totenschädeln zu „verschönern“, habe ich nur die Website virtuell dekoriert.
Wie haltet ihr es mit all den saisonalen Dekoaktivitäten? Weihnachten, Valentinstag, Frühjahr, Ostern, Herbst, Halloween, Thanksgiving, Nikolaus, Winter, Karneval, St-Patricks-Day, Cinco de Mayo … Da muss man ja anbauen, wenn man für alles vorbereitet sein will.
Ich bin überzeugt: Wer Kinder hat, kann auch Dekosachen basteln, statt sie teuer zu kaufen und dann von Jahr zu Jahr aufzuheben. Und eigentlich geht es doch nicht um die perfekte Deko und die passenden Käufe (doch, klar, für den Handel), sondern um Erlebnis und Miteinander. Dazu braucht man eigentlich keinen künstlich auferlegten Anlass, sondern muss sich nur einen Tritt in den Hintern geben und ein paar liebe Freunde zu einem gemütlichen Abend einladen. Ganz ohne Dekowahn, Kaufrausch und Erfolgsstress.
In diesem Sinne: Happy Halloween!