Des-Illusion: Raus aus dem Schrank – stellen Sie sich der Wahrheit!

socks photoBirthe hat mir geschrieben:

(…) Jetzt aber zu meiner Geschichte. In einem deiner E-Books hast du etwas davon geschrieben, dass wir uns nur der Illusion hingeben, all den Kram in unseren Wohnungen zu brauchen. Das habe ich am Anfang nicht ernst genommen. Ich fand auch wenige Sachen, die ich wirklich guten Gewissens wegwerfen konnte, obwohl die Schränke überquollen.

Aber dann hat es irgendwann “klick” gemacht. Das erste Mal bei der Sockenschublade. Die quoll nämlich über. Und dann habe ich alle Socken rausgenommen und im Wohnzimmer auf dem Boden ausgebreitet. Paarweise. Und dann fielen mir noch andere Stellen ein, wo sich noch mehr Söckchen und Strümpfe versteckten. Der größte Teil des Bodens war plötzlich bedeckt. Das war der desillusionierende Moment, im positiven Sinn: Plötzlich konnte ich mich nicht mehr der Illusion hingeben, dass ich all diese Socken, Söckchen, Socks, Strümpfe und Strumpfhosen wirklich brauchte. Ich konnte nur eines der Häufchen zu einem Zeitpunkt anziehen. Wieso lagen fast siebzig Häufchen vor mir? Warum waren da partnerlose “Solo-Strümpfe” dabei? Und total aus der Form gegangene oder unbequeme Paare?

Den ganzen Bestand ausgebreitet zu sehen hat mir die Augen geöffnet. Und einen Schalter umgelegt, was meine Dinge-Diät betrifft. Mittlerweile mache ich das bei allem: Küchenutensilien, Spiele, Klamotten, CDs, Werkzeug, Gewürze …… Klar, nicht immer nutze ich den Fußboden im Wohnzimmer, manchmal tut es der Esstisch. Aber das flächige Auslegen und Sortieren hat mir enorm geholfen, mir meine eigene Illusion zu nehmen. Vielleicht ist der Tipp ja auch für andere interessant, du kannst ihn gerne irgendwie veröffentlichen. (…)

Was ich hiermit gemacht habe. Ganz lieben Dank, Birthe! 

Was Birthe beschreibt ist ein ganz wichtiger Erkenntnisprozess: Wir wissen nämlich oft gar nicht, was und wieviel wir von einer bestimmten Sorte besitzen. Ordnungshilfen, Kleiderschränke, Schubladen, Kartons, Gästezimmer u.v.m. nutzen wir oft, um uns selbst zu suggerieren, dass es ja so schlimm nicht ist. Wir nutzen die Hilfsmittel als Stauraum und verfahren nach dem Motto: “Aus den Augen, aus dem Sinn!”

Die von Birthe beschriebene Methode dreht den Spieß um und holt all das hervor, das wir so geschickt versteckt haben. Und plötzlich können wir die Augen nicht mehr vor der Realität verschließen, wenn sie so ausgebreitet vor uns liegt.

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