Freiräume schaffen: Freiraum statt Stauraum

zen photo
Freiraum sorgt für Konzentration auf das Wesentliche (Foto: jarmoluk / pixabay.com)

Mir ist ein Widerspruch zwischen Wunsch und Wirklichkeit aufgefallen: Wir alle lieben Fotos von Wohnungen, die viel Freiraum und leere Flächen bieten. Aber wenn es darum geht, Chaos und Wohlstandsballast in den Griff zu bekommen, glauben wir, dass wir nur genügend Stauraum sowie clevere Ordnungshelfer brauchen, und alles wäre gut.

Deshalb kaufen wir ultrapraktische Aufbewahrungskisten für unter dem Bett und auf dem Schrank, ein zusätzliches Bücherregal und Stehordner für alte Zeitschriften und Dokumente. Das alles braucht noch mehr Stellfläche und engt unseren kostbaren Wohnraum weiter ein. Es gibt eine ganze Industrie rund um das Thema: »Aufbewahrungsideen für Sachen, die man nicht braucht.« Aber Stauraum ist keine Lösung, sondern nur eine Versteckmethode!

Je weniger Freiraum wir haben, desto mehr Unruhe erzeugen wir für uns. Unsere Gedanken können nicht zur Ruhe kommen, wir fühlen uns eingeengt und gestresst.

Versuchen Sie daher, gezielt vorhandene Ablageflächen, Regalbretter, Schubladen und Schrankfächer freizuräumen. Nicht, indem Sie einen neuen Platz und neue Ordnungslösungen für die bisherigen Inhalte suchen, sondern durch bewusstes Eliminieren und Reduzieren.

Markieren Sie diese Bereiche mit einem Post-it – als sichtbares Zeichen für sich und Ihre Mitbewohner. Und setzen Sie sich ein konkretes Ziel: „Pro Tag (Woche) werde ich x Flächen / Fächer freiräumen.“

Die neu gewonnenen Freiflächen bleiben dann auch leer. Zur Erinnerung bleibt das Post-it eine Weile kleben, damit auch die Mitbewohner verstehen, dass hier nicht etwa eine neue Ablagefläche geschaffen wurde.

Hat dir der Beitrag gefallen?
Wenn du meinen Newsletter abonnierst, erhältst du regelmäßig neue Tipps für deine eigene Dinge- und Task-Diät:

Ich stimme gemäß DSGVO der Übertragung meiner Anmeldedaten an MailChimp.com zur Newsletter-Verwaltung zu.