Auf den Spuren der Dezember-Hektik: Kram und Zeitvergeudung

xmas photoDer Dezember sollte eigentlich ein ruhiger, besinnlicher Monat sein. Aber wir wissen alle, dass meist das Gegenteil eintritt: Stress und Hektik verhindern, dass wir uns entspannt auf die Feiertage und den bevorstehenden Jahreswechsel freuen können. Überall hört man von Bekannten, dass sie keine Zeit haben und im Stress sind. Dabei hat doch jeder gleich viel Zeit – 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche. Es gilt nur, sie sinnvoll zu nutzen.

In der letzten Zeit habe ich viel darüber nachgedacht, wie all die Dinge, mit denen wir uns umgeben, zu dieser Hektik beitragen. Und wie das Loslassen von unnötigem Kram auch zu mehr Freizeit und mehr Effizienz führt:

In einer aufgeräumten Küche, in der kein unnötiger Kram die Arbeitsflächen okkupiert und Schränke und Schubladen verstopft und in der alles seinen zugewiesenen Platz hat, kocht es sich nicht nur einfacher, sondern auch effizienter. Und es macht mehr Spaß. Ein aufgeräumter Schreibtisch spart Zeit, weil man nicht erst Platz schaffen und Unterlagen zusammensuchen muss. Und das Staubsaugen und Staubwischen geht viel leichter von der Hand, wenn kein unnützer Kram rumliegt und die Arbeit erschwert.

Aber das ist bei weitem nicht alles. Ich habe meine Mutter in der Vorweihnachtszeit ein wenig beobachtet: Gerade in diesen Wochen ist das Einkaufen für sie besonders zeitraubend. Die Geschäfte sind voll, weil alle neben dem täglichen Bedarf auch für die Feiertage einkaufen, Geschenke besorgen, fürs Weihnachtsgebäck sorgen und neue Weihnachtsdeko anschaffen müssen. Natürlich mit meiner Mutter mittendrin. Und natürlich “muss” sie auch auf alle Weihnachtsmärkte, auf den Kirchenbasar und das Senioren-Adventskränzchen. Im Grunde ist sie so schon bei optimaler Planung ständig unterwegs. Doch statt einmal den Großeinkauf zu planen und ggf. mit mir einkaufen zu fahren, läuft sie auch noch zig Mal pro Woche in irgendwelche Geschäfte, um Kleinigkeiten zu besorgen. Man könnte fast glauben, das würde ihr Spaß machen – aber das weist sie strikt von sich. Und sie ist dann auch so geschafft, dass ich daran glaube.

Schon das alles kostet viel Zeit. Und wieder zu Hause muss sie dann Plätzchen backen, Geschenke einpacken, Wohnung dekorieren, vorkochen, besonders gründlich putzen … dabei hätte sie fast vergessen, einen Friseurtermin zu machen! Vor ein paar Tagen rief eine Freundin von ihr an und wollte vorbeikommen. Mir erzählte meine Mutter dann: “Da wollte die Else die Woche zu mir kommen. Was glaubt die, was ich zu tun habe. Ich hab ihr gesagt, dass sie dann im Januar mal kommen kann.” Puh.

Natürlich: Ein wenig macht es ja auch Spaß, sich auf die Feiertage vorzubereiten. Aber vieles ginge auch einfacher oder wäre ganz unnötig. Vorige Woche hat meine Mutter die Fenster geputzt – und einen Tag später kam Schmuddelwetter. “Ich wusste ja, dass es noch zu früh war. Aber ich kann ja auch nicht am 24. die Fenster putzen.” Tja, hätte sie mal mit mir gesprochen. Ich putze die Fenster dieses Jahr gar nicht extra zu Weihnachten. Und wenn das Christkind und der Weihnachtsmann uns dann nicht finden oder sich pikiert abwenden: Wir haben uns eh nichts gewünscht. Und an einem der Feiertage werden wir Pizza-Party statt Gans und Knödel machen. Ich hoffe, meine Mutter redet anschließend noch mit mir.

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