Junk-Days – oder: Haben Sie schon Ihre Spinnweben gekauft?

halloween photohalloween photoEs dauert fast noch einen ganzen Monat, aber die Geschäfte füllen sich bereits mit allen möglichen Waren, von denen viele in orange-schwarz gehalten sind. Kenner wissen natürlich, dass das ein untrügliches Zeichen ist, dass Halloween sich nähert.

Jedes Jahr gibt es mehr absurde Produkte, die nur für diesen einen Tag konzipiert sind. Und es sind bei weitem nicht nur Süßigkeiten und Lebensmittel (die verbrauchen sich ja wenigstens), sondern vor allem Dekomaterial, Kostüme und sonstiger Nippes, der dann 364 Tage im Jahr irgendwo versteckt werden muss. Darunter befinden sich so tolle Sachen wie falsche Spinnweben, Plastikkürbisse mit Fratzen und roten Augen, die bei Annäherung schauerliche Geräusche von sich geben, anatomisch sehr fragwürdige Skelette, unechte Wunden zum Aufkleben und (mit ein wenig praktischem Zusatznutzen) hoffnungslos überteuerter Verbandsstoff, der als “Mumienkostüm” verkauft wird.

Halloween ist der ultimative Junk-Tag, der nur von Werbestrategen erfunden zu sein scheint. Amerikanischer Brauch? Mag sein. Wir haben früher die Hexen und bösen Geister in der Walpurisnacht vertrieben. Und brauchten dazu keinen Ramsch.

Ich bin auch nicht gegen das Feiern. Aber dann mit echtem, geschnitzten Kürbis und ein wenig Kreativität und Bastelarbeit. Gruselige Stimmung mit vorhandenen Materialien zu erzeugen und z.B. eklige abgehackte Finger (aus Würstchen und Ketchup) oder Gehirnmasse (Spaghetti mit etwas grüner Lebensmittelfarbe) zu reichen geht auch, ohne sich allen möglichen Junk andrehen zu lassen. Und das Mumienkostüm finde ich im Verbandskasten, alternativ kann man das Karnevalskostüm zweitverwerten.

Erwähnte ich, dass Halloween ein Milliardengeschäft ist? Versuchen Sie doch, es ohne fragwürdige Angebote des Handels zu feiern.

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