Was tun mit unnützen Geschenken?

Das kennt wohl jeder: Zum Geburtstag, zur Hochzeit, zu Jubiläen, bei geschäftlichen Anlässen oder ganz einfach bei einer Einladung erhält man Geschenke. Und natürlich meint es der Schenkende gut – auch wenn wir oft gar keine Verwendung für das Geschenk haben. Manchmal wundert man sich sogar, was sich der Schenkende dabei wohl gedacht hat. Oder ob er sich überhaupt was gedacht hat.

Trotzdem landen die meisten dieser Geschenke in Schränken, weil es uns einfach unhöflich scheint, sie gleich wieder loszuwerden. Obwohl ich bei jeder Gelegenheit bitte, uns nichts zu schenken, sammeln sich so doch immer wieder Sachen bei uns an, die wir irgendwann wieder loswerden wollen. Ich lasse dann immer ein paar Sachen zusammenkommen und frage bei den Mädels bzw. im weiteren Bekanntenkreis rum, ob jemand etwas davon brauchen kann. Und freue mich, wenn ich so wieder Platz schaffe und jemand anderem eine Freude machen kann.

Manchmal aber sind die Sachen so kurios oder banal, dass selbst weiterverschenken nicht funktioniert. Dann landet manches auch mal im Müll, wie ein merkwürdiges Router-USB-Modem-Irgendwas, das mein Mann von einem chinesischen Lieferanten als Werbegeschenk bekam – ohne Anleitung. Google-Recherchen haben uns auch nicht weitergebracht … das Ding blieb funktionslos. Elektromüll … leider, auch wenn es mir weh tut, so was ungenutzt zu entsorgen.

Aber ich habe festgestellt, dass unser Geschenke-Problem harmlos ist! Die Queen zum Beispiel erhält ständig kuriose Geschenke aus aller Welt. Das Zeug einfach verschenken oder vernichten geht da natürlich nicht.

Aber der Buckingham Palace hat eine clevere Lösung gefunden: Man macht daraus einfach eine Ausstellung und lässt Touristen auch noch dafür zahlen, sich das Kuriositätenkabinett anzuschauen. Gezeigt werden rund 250 “Royal Gifts” aus etwa 100 Ländern, darunter viele Kunstgegenstände, aber auch mancher Kitsch. Und man fragt sich schon, was die Queen mit einem Porzellanmodell des Brandenburger Tors oder einem signierten und gerahmten Foto von JFK anfangen sollte. Der Eintritt kostet übrigens stolze 23 Pfund … okay, dafür darf man in den Buckingham Palace – aber nur, weil die Queen eh über den Sommer ausgeflogen ist. Günstiger (nämlich kostenlos) kann man sich einen Teil der Ausstellung im Web anschauen.

Aber irgendwie bin ich froh, dass die Queen und auch andere Staatsoberhäupter ganz offenbar genauso unnötige Geschenke bekommen wie wir Normalsterblichen. 

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