Inges Alltag: Wie ich meine Wohnbereiche optimiere

Eine Frage, die mich bei dem Aufruf, mir eure Wunschthemen zu nennen, erreicht hat, hat mich erst mal zum Grübeln gebracht. Die Frage lautet ganz schlicht:

Ich würde gerne wissen, wie du entscheidest, wie du die verschiedenen Bereiche in deiner Wohnung optimierst. Hast du Tipps für mich, die ich mir abschauen könnte?

Ehrlich gesagt: gute Frage. Ich habe mir da nie wirklich Gedanken drüber gemacht. Klar:

  1. Die Sachen funktional zusammenfassen, die zusammen gehören.
  2. Wege (bzw. häufig nötige Handgriffe) optimieren, damit man nicht ständig suchen oder laufen muss. („Effizienz“).
  3. Alle Sachen entfernen, die „funktional“ nichts in dem Bereich zu suchen haben.
  4. Und dann von dem Verbliebenen alles eliminieren, was nicht wirklich notwendig ist.

Das habe ich ja auch schon häufiger erwähnt. Aber darüber hinaus? Da musste ich mich erst mal selbst beobachten.

Aber mit der Zeit ist mir dann doch noch einiges eingefallen. Hier ein paar weitere Regeln, die ich ziemlich intuitiv anwende:

  1. Akzeptieren, dass die erste Lösung nicht die Beste ist. Die ist in der Regel besser als der vorherige Status quo, aber ich optimiere dann im Laufe der Zeit immer weiter. Es ist also keine einmalige Aufgabe, einen Bereich zu optimieren, sondern ein fortlaufender Prozess.
  2. Gezielt auf das achten, was noch nicht wirklich funktioniert. Früher, vor dem Beginn meiner Dinge-Diät, habe ich mir antrainiert, die Augen vor so was zu verschließen. Jetzt gewöhne ich mir an, Schwachpunkte aufzudecken.
  3. Für die gefundenen Schwachpunkte woanders Inspirationen suchen. Das kann in einem Gespräch mit anderen passieren (wie machst du das eigentlich mit den Strümpfen, damit du die nicht stundenlang nach der Wäsche sortieren musst?), aber auch durch Stöbern im Internet oder auch z.B. bei Ikea usw.
  4. Akzeptieren, dass manchmal die vorhandene Ausstattung suboptimal (oder anders ausgedrückt: echt nervig) ist, und dann auch in besser funktionieren Ersatz investieren. Dinge-Diät heißt ja nicht, dass man mit dem auskommen muss, was man hat, sondern dass man sich von unnötigen und schlecht funktionierenden „Pseudolösungen“ und Besitztümern trennt. Also durchaus z.B.  praktischere Ordnungshelfer anschaffen und dafür die alte Variante mit den Schuhkartons aufgeben.
  5. Den Fortschritt bewerten. Zugegeben: Das habe ich früher akribischer gemacht, mit Zettel und Punktevergabe eine Art Erfolgsprotokoll geführt. Heute mache ich das eher intuitiv und notiere die kleinen und großen Erfolge (aber auch Fehlschläge) in einer Art Dinge-Diät-Journal. Das ist mir wichtig, weil ich mir so immer vor Augen führen kann, was ich alles geschafft habe, um meine Lebensqualität zu steigern.

Und da fällt mir noch ein Tipp ein, der so in meinen Alltag integriert ist, dass ich ganz vergessen habe, ihn zu erwähnen:

Ich mache immer wieder Fotos der einzelnen Bereiche in meiner Wohnung.

Diese Fotos sind einerseits Teil meines Journals und zeigen mir, wie sich die Wohnung entwickelt (auch Bereiche, in denen der Schlendrian wieder Einzug hält … und da werde ich mal frech einen Seitenblick auf meinen geliebten Ehemann … fallen mir so schnell auf). Aber die Fotos schaue ich mir auch immer wieder an, um Schwachstellen aufzudecken und neue Bereiche herauszufinden, die ich weiter umgestalten möchte.

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