Schalt mal ab … und mach mal Pause

Neulich war ich bei meiner Mutter. Sie bereitete ihre Geburtstagsfeier vor, was immer ein ziemlicher Akt ist, weil sie natürlich alles perfekt haben will, selbst für Häppchen, Kuchen und Abendessen sorgen will und ihr dann noch tausend andere Dinge einfallen, die getan werden müssen. Als ich kam und meine Hilfe anbot, war sie schon ziemlich außer Puste. Und eine halbe Stunde später hatte sie mich angesteckt und wir liefen beide wie aufgescheuchte Hühner durch die Gegend.

Kurz darauf habe ich dem Treiben ein vorläufiges Ende gesetzt und sie erst mal auf einen Kaffee in den nahegelegenen McD eingeladen. (Meine Mutter geht nicht zu McD und gönnt sich auch selten irgendwo unterwegs einen Kaffee – hat man ja zuhause. Also war ein wenig Durchsetzungsvermögen meinerseits gefragt.)

Aber ich fand, meine Mutter brauchte diese Pause jetzt. Einfach um mal wieder zur Ruhe zu kommen und nicht nur hektisch durch die Gegend zu laufen. Natürlich hatte sie erst mal das Gefühl, die Zeit würde ihr nachher fehlen. Aber letztendlich hat sie eingesehen, dass es gut war, zwischendurch mal abzuschalten. Danach kann man nämlich wieder viel fokussierter und zielgerichteter ans Werk gehen.

Aber mal ehrlich: Verhalten wir uns nicht oft genauso wie meine Mutter? Sind wir nicht oft hektisch mit irgendwelchen Dingen beschäftigt, obwohl wir genau wissen, dass eine Pause und ein anschließender Neuanfang mit frischer Energie viel sinnvoller wäre?

Das heißt nicht, dass man immer ins nächste Café gehen sollte, wenn es stressig wird. Wie die Pause und das Abschalten am besten funktionieren, muss man fallweise entscheiden:

  • Wer lange am Schreibtisch sitzt und über irgendeiner ermüdenden Tätigkeit sitzt, für den bietet es sich an, frische Luft zu schnappen und sich ein wenig Bewegung oder gar Sport zu verordnen.
  • Wer mit Hausarbeit und Aufräumen beschäftigt ist, dem kann ein wenig entspannende Musik und vielleicht ein Tee gut tun.
  • Wer den Kopf mit einer Sache voll hat, dem hilft manchmal auch, einfach mal eine andere Aufgabe dazwischen zu schieben.
  • Und wer den Eindruck hat, matt und abgeschlagen zu sein, dem hilft manchmal auch ein erfrischender Snack zwischendurch: Früchte allgemein und Zitrusaromen im Besonderen können manchmal Wunder bewirken.

Das sind nur ein paar Optionen. Mir hilft es manchmal auch, einfach mit jemand anderem zu sprechen – sei es direkt oder per Telefon. Ein Gespräch kann einen auch schnell auf andere Gedanken bringen. Und ich bin beim Telefonieren oft “unterwegs” … ich tigere dann während des Telefonats durch die Wohnung und freue mich daran, so nicht nur den Kopf, sondern auch die Glieder auszuschütteln.

Aber oft erlauben wir uns solche Pausen nicht. Dann heißt es wie bei meiner Mutter: “Dann fehlt mir nachher die Zeit.” Oder auch: “Das sieht der Chef nicht gerne, wenn wir Pause machen.” Oder: “Was sollen dann die Kollegen von mir denken?”

Aber eigentlich ist das Quatsch. Denn im Grunde geht es nur darum, dass wir die Aufgaben erledigt bekommen, die anstehen. Wenn wir dazu zwischendurch mal neue Energie tanken müssen, dann ist es eben so.

Also: Mach mal Pause, schalt mal ab!

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