Smarter statt härter: 5 Tipps, die den Einstieg in die Dinge-Diät leichter machen

Auf meinen Aufruf im Newsletter, mir Themenwünsche zu schicken, haben mehrere Leserinnen nach meinen besten Tipps für den Einstieg in die Dinge-Diät gefragt. Euer Wunsch ist mir natürlich Befehl, also los …

Tipp 1: Fang nicht direkt mit dem Ausmisten an!

Erst denken, dann handeln: Das ist auch am Beginn deiner Dinge-Diät ein kluger Schachzug. Denn zunächst sollte man sich überlegen, wo man mit wenig Aufwand einen hohen Nutzen erzielen kann. Wer versucht, „einfach“ irgendwo anzufangen und sich dann durch die ganze Wohnung zu arbeiten, gibt oft nach den ersten Stunden oder Tagen frustriert auf, weil sich kaum eine Veränderung bemerkbar macht und die Gesamtaufgabe einfach zu gewaltig erscheint. Daher solltest du überlegen, was deine größten Problemzonen sind. Und dann starte dort. So siehst du nämlich schnell die ersten positiven Veränderungen, die sich tatsächlich auf dein Leben auswirken. So hat man schnell Erfolgserlebnisse, die zu mehr motivieren.

Tipp 2: Lass andere den Job machen!

Sich in rascher Folge *gegen* alle möglichen Besitztümer entscheiden zu müssen ist energieraubend, frustrierend und alles andere als leicht. Kein Wunder: Wir haben die Sachen ja irgendwann mal gut gefunden, sonst hätten wir sie nicht aufbewahrt. Viel besser ist es, wenn jemand anderes die Vorentscheidung für uns trifft. Das kann zum Beispiel der Partner sein oder eine gute Freundin. Das heißt aber nicht, dass die jetzt die Sachen wegschmeißen sollen, sondern nur vorsortieren und die nicht unbedingt notwendigen Dinge wegsortieren in irgendwelche Kartons, die aus deinem Blickfeld verschwinden. Alles, was du wirklich benötigst, kannst du dir jederzeit zurückholen. Und irgendwann nach drei oder sechs Monaten sortiert ihr gemeinsam die Sachen, die du dir nicht zurückgeholt hast – und entsorgt den überwiegenden Teil. So wird die „Trennung“ viel weniger schmerzhaft und du beweist dir selbst, was du tatsächlich benötigst und was nicht.

Tipp 3: Zwing dich nicht, wenn du keine Lust hast!

Das gilt eigentlich für alle Aufgaben: Wenn wir nicht motiviert sind, dauert alles doppelt und dreimal so lang und unsere Laune wird immer schlechter. Gerade am Beginn der Dinge-Diät solltest du nur dann und nur so lange ausmisten, aufräumen, reorganisieren und entsorgen, wie die Motivation mitspielt. Es ist effektiver, jeden Tag 15 Minuten für die Dinge-Diät zu reservieren und dann, wenn du echt mies drauf bist, vielleicht auch nur 10 oder gar fünf Minuten tatsächlich darauf zu verwenden und sich nicht unnötig zu stressen, dafür an anderen Tagen auch 30, 40 und mehr Minuten aufzuwenden (oder vielleicht mehrere kurze „Sprints“ über den Tag verteilt einzulegen), wenn du das Gefühl hast, dass es heute gut läuft.

Tipp 4: Akzeptiere, dass du Rückschläge und Tiefs durchleben wirst!

Das ganze Chaos hat sich über Jahre hinweg mit und mit angesammelt. Da ist es unseriös, wenn dir jemand suggeriert, du könntest das alles durch eine gezielte Anstrengung und exzessives Ausmisten in kürzester Zeit in den Griff bekommen. Es reicht nämlich nicht, nur die Symptome zu beseitigen, sondern du musst auch lernen, wie dein Verhalten im Alltag dazu führt, dass sich dieses Chaos ergibt – und dann dein Verhalten anpassen. Das ist ein fortwährender Prozess und dabei wirst du auch Rückschläge erleben. Entscheidend ist nur, dass du nicht aufgibst und du Stück für Stück immer mehr Problemzonen in den Griff bekommst und so jeden Tag ein Stück Lebensqualität dazu gewinnst.

Tipp 5: Setze dir viele leicht erreichbare Teilziele anstatt nur auf ein vages Endziel hinzuarbeiten!

Es ist verblüffend schwer, die eigene Wohnung in einen Idealzustand zu versetzen. Trotzdem haben viele diese schwammige Ziel, obwohl sie es nicht einmal konkret beschreiben können. Verblüffend einfach ist es allerdings, sich um den Schreibtisch, ein einzelnes Regalfach oder die Inhalte der Sockenschublade zu kümmern. Diese kleinen Teilziele sind problemlos erreichbar, trotzdem sind es wertvolle Erfolge – und du solltest sie wie kleine Siege feiern. Jeder dieser kleinen Siege motiviert für die nächste Herausforderung. Und Minisieg für Minisieg eroberst du dir zunächst einen kleinen Bereich, dann ein Zimmer und schließlich die ganze Wohnung zurück.

Hat dir der Beitrag gefallen?
Wenn du meinen Newsletter abonnierst, erhältst du regelmäßig neue Tipps für deine eigene Dinge- und Task-Diät: