Die einfache Methode, um weniger Zeit mit unnötiger Sucherei zu vergeuden

searching photoSind Sie schon einmal nachts aufgewacht, wollten auf die Toilette und die Hausschuhe waren verschwunden? Oder der Griff zur Brille ging ins Leere? Oder der Lichtschalter scheint sich nicht an seinem Platz zu befinden. Wo bin ich eigentlich? Was ist hier los? Plötzlich verwandelt sich eine ganz alltägliche Situation, die man im Halbschlaf schon tausend Mal erlebt hat. Man blickt hektisch umher, man sucht, wird unsicher. Stress kommt auf, längst ist man aus dem Halbschlaf gerissen.

Jeder kennt solche Situationen. Doch tatsächlich sind solche Momente bei vielen nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Und zwar nicht nachts, sondern über den ganzen Tag verteilt. Ständig befinden sie sich auf der Suche nach irgendetwas, das nicht an seinem Platz ist – oder gar gar keinen Stammplatz hat.

Da wird der Autoschlüssel gesucht … eben war er doch noch da! Oder in der Küchenschublade versteckt sich irgendwo der zweite Knethaken für den Mixer. Das Ladekabel für das Smartphone ist wieder mal verschwunden, vielleicht hat es jemand anderes genommen? Und ganz sicher hatte man die Rechnung für Garantiefälle irgendwo ganz gezielt abgelegt. Nur wo?

Wir verbringen mehr oder weniger Zeit mit der Suche nach irgendwelchem Kram, den wir benötigen, weil der sich in irgendwelchem anderem Kram versteckt, den wir gerade ganz bestimmt nicht brauchen.

Schätzen Sie mal, wie viel Zeit Sie täglich im Durchschnitt mit Suchereien verbringen. Eine Minute? Fünf Minuten? Zehn Minuten? Mehr? Bei einer Minute pro Tag sind das 365 Minuten pro Jahr. Oder über sechs Stunden! Tatsächlich aber gibt es Tage, an denen Sie gleich eine halbe Stunde mit der Suche nach irgendetwas dringend benötigtem verbringen. Sechs Stunden sind also eher die untere Grenze.

Dabei ist die Lösung einfach: Alles, wirklich alles, sollte seinen Stammplatz haben und auch nach Gebrauch möglichst umgehend wieder dahin zurückgestellt werden. Wer das konsequent macht, der sucht nicht nur weniger: Er braucht auch weniger Kram doppelt, dreifach, vierfach, zigfach. Viele von uns haben nämlich massenhaft Stifte, Kabel, Lesebrillen, Tüten und vieles andere mehr, damit wir bei Bedarf eines davon rasch finden. Sozusagen das Backup fürs Backup vom Backup vom eigentlich gesuchten.

Hätte alles seinen wohl überlegten Stammplatz, dann wäre das gar nicht nötig.

Und noch mehr: Was seinen Stammplatz hat, das lässt man nicht achtlos in der Gegend rumliegen. Also legen Sie den Platz fest, an dem Sie alle Rechnungen sofort ablegen. Hängen Die Ihre Schlüssel sofort an ein Schlüsselbrett, nachdem Sie die Wohnung betreten (so können sie auch nicht von anderen Sachen verdeckt werden oder hinter die Kommode rutschen). Misten Sie Ihre Küchenschublade aus und nutzen Sie Schubladenteiler, um Ordnung zu schaffen (und machen Sie mit anderen überfüllten Laden das Gleiche). Und lösen Sie “Ersatzdepots” auf mit Alternativen, die nur existieren, weil Sie ständig den Überblick verlieren.

So sparen Sie künftig Zeit, vermeiden Stress und schlechte Laune und kennen Ihre Wohnung künftig besser als Ihre Westentasche. 

Übrigens ist das ein schönes Beispiel dafür, wie sich Dinge-Diät und Task-Diät ergänzen und verbinden: Durch clevere Organisation und weniger Kram spart man Zeit und kann ungeliebte oder zeitraubende Aufgaben reduzieren oder ganz vermeiden.

Hier gibt es eine Leseprobe zur Task-Diät

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